Arbeitsrecht. Schadensersatz. Tod des Arbeitnehmers infolge Arbeits├╝berlastung.


Der Arbeitnehmer, ein als Quadro eingruppierter leitender Angestellter war an einem Herzinfarkt verstorben. Der vom Gericht beauftragte medizinische Sachverständige hatte Arbeitsüberlastung als wahrscheinliche Mitursache ausgemacht. Die Arbeitsüberlastung hat das Gericht in einer über Monate bestehenden täglichen Arbeitszeit von durchschnittlich elf Stunden und einer hohen emotiven Teilnahme des Arbeitnehmers an seiner Arbeit gesehen. Das Gericht hat weiter insbesondere klargestellt, das die Verantwortung für die betriebliche Organisation beim Arbeitgeber liegt und emotive Teilnahme an der Arbeit in keinem Fall ein Mitverschulden des Arbeitnehmers begründet. Allein der Nichtvermögennsschaden wurde in einer Größenordnung von jeweils über 400.000 € für den überlebenden Ehegatten und ein Kind bemessen. Der Haftpflichtversicherer wurde in voller Höhe mitverurteilt. (Kassationshof Urteil v. 8. Mai 2014 Nr. 9945)